3×30 (Minuten)
Dies ist eine leichte Abwandlung bzw. Vereinfachung der von Francesco Cirillo entwickelten Pomodoro-Technik. Tatsächlich ist „Technik“ ein großes Wort für eine simple Idee: Entscheiden Sie sich, eine halbe Stunde lang an einem Projekt zu arbeiten. Das heißt also nicht: es zu beenden; es heißt anzufangen, oder, frei nach einer niederländischen Redensart, „dem Monster den Kopf abzubeißen“:
Die meisten Monster sehen dann nicht mehr ganz so furchterregend aus. Nach dieser halben Stunde (bzw. bei Pomodoro 25 Minuten) machen Sie eine kurze Pause – oder stellen sich den Wecker noch einmal für die nächste Runde. Wenn Sie den Rest des Tages auch noch produktiv sein sollen, gönnen Sie sich spätestens nach der dritten Arbeitseinheit eine Pause von 15-20 Minuten. Nutzen Sie die Kraft der kleinen Schritte.
Sie meinen, viele Ihrer Aufgaben seien zu komplex und aufwändig, um eine halbe Stunde daran zu arbeiten? Sicherlich stimmt das; deshalb geht es ja auch nicht um die vollständige Erledigung, sondern darum, einen Anfang zu machen. Mit 3×30 schließlich nutzen Sie zusätzlich die Macht der Gewohnheit:
Nehmen Sie sich vor, an mindestens drei Tagen in der Woche an Ihrem größeren Projekt zu arbeiten. Sind Sie an einem Tag mal so richtig produktiv und schaffen zwei Stunden? Auch gut. Dann bleiben nur noch zwei Tage mit jeweils mindestens dreißig Minuten.
Vielleicht ist Ihnen 3×30 zu wenig? 3×2 (Stunden) geht natürlich auch – oder jedes andere realistische Ziel, das Sie motiviert, anzufangen und dranzubleiben.
Das klingt Ihnen alles zu simpel, zu mechanisch, zu verschult? Probieren Sie es eine oder zwei Wochen lang aus und entscheiden Sie nach dieser Erfahrung, ob die Kraft der Deadlines für Sie funktioniert.