Design Thinking in der Hochschullehre
Thesen
- Design Thinking ist ein Ansatz, um systematisch innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die genutzt werden.
- Design Thinking ist ein Ansatz, um mit „den komplexen Aufgaben unserer Welt“ (HPI Academy o.J.) umzugehen. Dazu bietet Design Thinking ein Prozessmodell, besondere Denkhaltungen sowie eine Vielzahl passender Methoden an.
- Weil es aus mehreren Elementen besteht, kann Design Thinking als Ganzes oder in Ausschnitten nützlich für die Hochschullehre sein.
- Design Thinking eignet sich für die fachlich-disziplinäre Lehre, für fachübergreifende und insbesondere für transdisziplinäre Lehrveranstaltungen.
- Design Thinking aktiviert Studierende und ermöglicht vielfältige Erfahrungen eigener Analyse- und Handlungskompetenz in Bezug auf komplexe Probleme der Alltagswelt.
- Design Thinking ermöglicht das Erleben und Erlernen einer zeitgemäßen Arbeits- und Denkhaltung, wie sie zunehmend in unterschiedlichen Berufsfeldern, aber auch in Wissenschaftsbereichen, verbreitet ist.
- Dass Design Thinking vermarktet und vertrieben wird, lässt sich kritisch reflektieren.
- Design Thinking erfordert und fördert auch bei Lehrenden eine Vielzahl an Lernprozessen.
Design Thinking ist bekannt für bunte Post-It’s, teure Weiterbildungen und Hipness, manchmal leider auch für wilde Persona-Konstrukte oder eher mäßige Ideen in zeitgemäßer Anmutung. Wenn Sie die Ideen dahinter begreifen möchten, ist es wichtig, Marketing und Mode für einen Moment auszublenden. Es lohnt sich, denn Design Thinking bietet vielfältige Ansatzpunkte für die Hochschullehre.
Bei der Erstellung dieses Beitrages habe ich von den Erfahrungen im Creative Lab Ruhr (mit meinen Kolleg*innen Jörg Miller, Birgit Frey und Andrea Koch-Thiele), dem Austausch mit den Kolleg*innen der Ruhr School of Design Thinking (insbes. Florian Brauckmann, Manuel Wiesche und Steffen Strese) sowie den Diskussionen mit den Teilnehmenden meiner hochschuldidaktischen Weiterbildungsangebote profitieren können. Allen gilt deshalb mein herzlicher Dank.
Was ist Design Thinking und wo kann es relevant für die Hochschullehre werden?
Design Thinking versteht sich als allgemeiner Ansatz, um systematisch und methodisch komplexe Problemstellungen zu bearbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln. Es will gezielt und planmäßig die Entwicklung neuartiger Ideen, Problemlösungen, Services und Produkte ermöglichen und ist insofern zuvorderst als kreative Praktik (vgl. Krämer 2023: 36) zu verstehen. Design Thinking ist präskriptiv, d.h. es bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an, um neue Vorschläge für komplexe Aufgaben zu finden.
Für die Lehre heißt das: die zentrale Stärke von Design Thinking besteht darin, dass es auch in Lehrveranstaltungen unmittelbar erlebt und angewendet werden kann. In zweiter Linie kann es als eigene Praxis kritisch reflektiert werden. Wenn Sie sich Ihrer angestrebten Lernziele bewusst sind, können Sie Design Thinking sehr flexibel und vielfältig in Ihrer Lehre nutzen und eine große Bandbreite an kognitiven und affektiven Lernzielen adressieren.
Überall dort, wo innovative Lösungen, Produkte, Designs und Services entwickelt werden (sollen), ist spielt Design Thinking seine Stärken aus: zuvorderst vielleicht in Informatik, Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften (hier auch unter dem Begriff Service Design), mit Einschränkungen auch in Design-bezogenen Studiengängen (s.u.).
Wenn Sie es als allgemeine Methode zur Bearbeitung komplexer Problemstellungen einführen möchten, ist Design Thinking grundsätzlich in allen wissenschaftlichen Disziplinen möglich und sinnvoll. Die Voraussetzung für die Einführung ist, dass das Thema zu einer gestaltend-handlungsorientierten Perspektive passt. Theoretische Physik oder soziologische Systemtheorie werden sehr gut ohne Design Thinking auskommen. Wenn Sie aber Ideen suchen, wie Theoretische Physik oder Systemtheorie auf ungewöhnliche Art und Weise für die Öffentlichkeit verständlich gemacht werden können, ist der Ansatz wiederum zielführend.
Mit bzw. im Design Thinking können Sie überfachliche Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenzen sehr handlungsorientiert vermitteln und so vielfältig auf die diversen Schlüsselkompetenz-, Future Skills-, etc. Diskursen Bezug nehmen: von Problemanalyse- über Frage-, Kreativitäts- und Visualisierungstechniken bis zur zielgruppenorientierten Pitch-Präsentation.
Weiter können Sie Design Thinking für multi-Stakeholder-Kooperationen und transdisziplinäre Lehre nutzen. Das bedeutet, es eignet sich für solche (Lehr-)Vorhaben, die die Zusammenarbeit mehrerer, auch außeruniversitärer Akteure mit unterschiedlichen Perspektiven, Wissensbeständen, Interessen und Bedürfnissen beabsichtigen, z.B. Service Learning.
Inhaltlich ausgewählt können Sie Design Thinking oder einzelne Techniken davon z.B. im Kontext der Betrachtung agiler Arbeitsweisen, Projektmanagement-Methodiken, Kreativitätsmodellierungen u.v.m. aufgreifen.
Insbesondere in der Pädagogik, Erwachsenenbildung oder Lehrer*innenausbildung können Sie Design Thinking als Methodik zum Gegenstand machen, reflektieren und bewerten.
Aus hochschuldidaktischer Sicht weist Design Thinking Ähnlichkeiten zu challenge-based learning und weiteren erfahrungsorientierten, problem- und projektbasierten Lernformen auf und kann darauf bezogen werden.
Auch in der sozialwissenschaftlichen Methodenlehre können Sie Design Thinking aufgreifen, z.B. um es mit insbesondere qualitativen Forschungsmethoden und -haltungen in Beziehung zu setzen und zu kontrastieren.
Da Design Thinking eine aktuell verbreitete Praxis und ein Produkt auf einem Markt ist, können Sie Design Thinking mit ihren Studierenden auch kritisch reflektieren, z.B. in Design, Ökonomie, Philosophie und Soziologie.
Was sind die Kernelemente von Design Thinking?
Kernelemente von Design Thinking sind
- besondere Denkhaltungen,
- ein Prozess- bzw. Vorgehensmodell, sowie
- eine Vielzahl von Werkzeugen bzw. Techniken, um die Lösungsfindung zu unterstützen.
Die Denkhaltungen im Design Thinking
Design Thinking will Innovationen entwickeln, die menschlich erwünscht sind und genutzt werden. Deshalb ist für Design Thinking zentral,
- Nutzer*innenperspektiven einzunehmen,
- Empathie zu Betroffenengruppen aufzubauen,
- ihre Bedürfnisse, Wünsche und Rahmenbedingungen herauszuarbeiten
- und davon ausgehend Ideen zu entwickeln.
Mit Design Thinking können Sie Studierenden aufzeigen, dass der Mensch und seine Bedürfnisse bei der Entwicklung von Neuerungen nicht vergessen werden dürfen, vielleicht sogar der zentrale Punkt sind.
Design Thinking betont, dass Innovationen - von der Problemanalyse bis zur Ausarbeitung und Implementierung einer Lösung – sinnvoll in einem iterativen Prozess zu entwickeln sind. Es geht darum, sich einer nutzbaren Lösung in vielen Wiederholungen von Versuch, Scheitern und Weiterentwicklung anzunähern, statt einen linearen Prozess einmalig zu durchlaufen.
Wenn Sie es entsprechend einplanen, können Studierende mit Design Thinking Scheitern und Entwicklung mit allen Motivations- und Frustrationsmomenten unmittelbar erleben.
Ideen zu entwickeln, wird im Design Thinking maßgeblich als kommunikativer und kooperativer Prozess verstanden. Um gute Ergebnisse zu erzielen, arbeiten die Teilnehmenden in multidisziplinären Teams, die sich selbst organisieren, auf Augenhöhe agieren und vor allem: ihre Perspektiven und ihr Wissen ergänzen, um komplexere und angemessenere Lösungen zu erzeugen.
Mit Design Thinking können Sie in der Lehre vielfältige Erfahrungen und Denkprozesse anstoßen: von zeitgemäßen Formen der disziplinübergreifenden Zusammenarbeit bis zu komplexeren Konzepten wie Konstruktivismus und Co-Creation.
Design Thinking betont, dass räumliche und materielle Begebenheiten wesentlichen Einfluss auf die Kreativ-Arbeit nehmen: variable Raumgestaltung durch verschiebbare Gruppentische und Stellwände sowie ein Arbeiten im Stehen und an wechselnden Orten sollen Perspektivwechel und Lösungsfindung unterstützen. Post-It’s sollen ein flexibles Arbeiten und das Re-Kombinieren von bzw. mit in unterschiedlichen Arbeitsschritten gewonnenen Ergebnissen möglich machen.
OK, das ist an Hochschulen ohne zusätzliche Gelder ein eigenes Thema. Sie können das auch niedrigschwellig umsetzen.
Schließlich geht Design Thinking davon aus, dass kreatives und gestaltendes Arbeiten in allen Lebensbereichen und durch alle Menschen (im Unterschied z.B. zu: ausschließlich Genies, nur Menschen mit gewissen persönlichen Dispositionen) erlernbar und anwendbar ist.
Das ist nicht die einzig mögliche Denkhaltung zu Kreativität. Aber es ist eine Position, die zu Lehre ganz ausgezeichnet passt, oder? Also: Mit Design Thinking können Sie die Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung Ihrer Studierenden stärken.
Das Prozessmodell
Start des Design Thinking-Prozesses ist eine sog. (Design) Challenge, also eine Problemstellung, zu der Design Teams eine Lösung entwickeln sollen. Solche Problemstellungen sind idealerweise durch bzw. mit einem realen Auftraggeber formuliert; sie können im Rahmen der Lehre grundsätzlich aber auch konstruiert sein (Fallbeispiel bzw. Szenario). Davon ausgehend unterscheidet Design Thinking je nach Quelle vier bis sechs Schritte, die auf dem Weg von der Problemstellung bis zu einem ersten Lösungsvorschlag durchlaufen werden:
Abbildung 01: Design Thinking Prozessmodell: UNIAKTIV, nach HPI Academy, o.J..
Die Schritte sind entsprechend zum sog. double diamond-Modell (Banathy 1996) angelegt: zuerst wird ein Problemraum (divergierend) exploriert, dann (konvergierend) enggeführt. Nach hier ausreichender Klärung wird im Lösungsraum erst vielfältig (divergierend) nach Lösungen gesucht, von denen dann eine bzw. einige ausgewählt und (konvergierend) enggeführt sowie ausgearbeitet werden. Iterative Rück-Schritte in vorherige Phasen sind zu jeder Zeit möglich und vorgesehen (in der Grafik durch farbige Bögen gekennzeichnet).
Es ist nicht Bestandteil des Prozessmodells, eine Lösung zu realisieren oder zu implementieren. Design Thinking konkretisiert keinen Endzustand der zu entwickelnden Innovation über die „Zielstellung, innovative Produkte, Services oder Erlebnisse zu gestalten, die nicht nur attraktiv, sondern auch realisierbar und marktfähig sind“ (HPI Academy, o.J.) hinaus.
Die Werkzeuge
Für jeden Schritt im Prozessmodell bzw. um die jeweiligen Zwischenzielsetzungen zu erreichen, bietet Design Thinking eine Vielzahl von Werkzeugen bzw. Methoden an. Zu den einschlägigen und bekannteren gehören:
- Jobs to be done: eine Hilfstechnik zur Herausarbeitung zentraler Funktionen eines/r Produkts/Dienstleistung;
- How might we Fragen: eine Technik, um eine klare Fragestellung zu formulieren;
- Persona: eine Zielgruppen- bzw. Nutzer*innenkonstruktion;
- Eine Vielzahl von “Maps” (Journey Map, Empathy Map etc.): vorgefertigte Poster mit strukturierten, meist sequenziell abzuarbeitenden Leitfragen;
- Prototyping: ein Sammelbegriff für unterschiedlichste Möglichkeiten, eine Idee zu visualisieren;
- Minimum Viable Product (MVP): ein auf die Kernfunktion reduzierter Prototyp;
- Teilstrukturierte Interviews und weitere an der empirischen Sozialforschung orientierte Methoden.
Die inhaltliche Nähe zu Geschäftsentwicklung, Unternehmertum, Start-up-Szene, Agilem Arbeiten u.a. einerseits, zu Problemlöse- und Kreativitätstechniken etc. andererseits, hat zu sehr umfangreichen Methodenempfehlungen geführt, die nicht immer Design Thinking-spezifisch sind.
Wie bei jeder Methodenauswahl lohnt es sich, wenn Sie dabei die Zielstellung der Methode, den damit verbundenen Aufwand und das Ziel der jeweiligen Design Thinking Phase im Blick behalten.
Wie können Sie mit Design Thinking lehren?
Wie führen Sie in Design Thinking ein?
Mit der sog. Wallet Challenge und der Gift-Giving-Experience (beide: d.school, Stanford) können Sie bewährte, auf mehreren Sprachen didaktisch ausgearbeitete Vorlagen nutzen, die das einfache Durchlaufen des Design Thinking-Prozesses in ca. 60 Minuten ermöglichen. Auf diese Weise können Sie in überschaubarem Zeitraum einen ersten (freilich sehr grundlegenden) Einstieg in Design Thinking durchführen, die Grundlagen herausarbeiten und reflektieren.
Wie können Sie Design Thinking in der Lehre ideal nutzen?
Design Thinking können Sie in der Hochschullehre ideal nutzen, wenn es auf reale Challenges angewendet wird, es aus didaktischer Perspektive also real situiert ist. Wenn eine reale Challenge durch andere Auftraggebende als die Lehrenden eingebracht wird, erfordert Design Thinking von den Studierenden, ein breites Kompetenzspektrum zu entwickeln und anzuwenden, und läuft zugleich auf ein real gewolltes bzw. benötigtes Ergebnis für eine*n konkrete*n Auftraggeber*in zu. Solche Auftraggeber*innen können universitätsinterne Kolleg*innen, aber auch Unternehmen, Start-ups und gesellschaftliche Akteure (z.B. Vereine, Verbände etc.) sein. Viele Studierende genießen und wertschätzen die außergewöhnliche Atmosphäre, die sich aus der Zusammenarbeit mit insbesondere externen Kooperationspartner*innen ergibt. Häufig können Sie mit gesteigerter Motivation und Disziplin in der Bearbeitung der Inhalte rechnen; Studierende übernehmen vielfach die Eigenverantwortung für die von ihnen entwickelten Ideen (was sich auch als Lernziel formulieren lässt). Als Challenge sind engere oder offenere Fragestellungen möglich. Kleinere Problemstellungen lassen sich tendenziell schneller und mit konkreteren Ergebnissen bearbeiten, während weiter gefasste Problemstellungen umfangreichere Analysen und Komplexitätsreduktionen und damit mehr Zeit erfordern.
Es lohnt sich also, wenn Sie die Vorbereitung Ihres Design Thinking-Kurses damit starten, jemanden zu suchen, der/die ein (passendes) Problem hat.
Welche Lehrhaltung und Rollenverständnis sind sinnvoll?
Machen Sie sich gern bewusst, dass Ihre Rolle als Lehrende*r im Design Thinking primär die Prozess- und Methodenexpertise ist. Es ist eher selten die Rolle der Lehrenden, die Qualität einer Idee für die Auftraggebenden zu bewerten, sondern, die Studierenden sicher und orientiert durch einen komplexen Prozess zu führen! Dafür müssen Sie i.A. wiederholt und kontrolliert die Rolle wechseln und instruieren, coachend-beraten oder moderieren. Vielfach werden Sie als Lehrende*r neue Inhalte, z.B. Design Thinking Prozessschritte oder Methoden einführend erklären. Während die Studierenden ihre Ideen erarbeiten, werden Sie als Coach und Feedbackgeber*in gebraucht. Wann immer Sie die Studierenden durch den Design Thinking-Ablauf führen, sollten Sie im Blick haben, wo sich die Studierenden gerade befinden, damit Sie orientieren und passende Vorschläge anbieten können. Da sich die Gruppen iterierend an unterschiedlichen Punkten innerhalb des Prozesses befinden können, ist das anspruchsvoll. Durchgängig stellt sich für Sie die Frage: wie stark strukturiere ich die Arbeit der Studierenden, wie viele Freiheiten lasse ich (dazu auch: Wiesche et al. 2018: 4f.). Es ist hilfreich, wenn Sie Ihre Studierenden regelmäßig dabei unterstützen, die Qualität ihrer Konstruktionen und Ideen zu steigern, insbesondere durch häufiges, offenes, kritisch-konstruktives Feedback. Planen Sie dazu gerne „Sprechstunden“ mit ein. Nutzen Sie dazu auch regelmäßiges Peer-Feedback der Studierendengruppen untereinander.
Es empfiehlt sich, den Studierenden auf Augenhöhe zu begegnen und eine unterstützende Haltung einzunehmen. Nutzen oder entwickeln Sie neben dem souveränen Umgang mit dem Design Thinking Ansatz selbst Kompetenzen und Methoden in den Themenfeldern
- Coaching, Moderation und Prozesssteuerung,
- konstruktives Feedback (Ich-Botschaften, Gewaltfreie Kommunikation),
- Kreativitätstechniken (deutlich über den souveränen Umgang mit Brainstorming hinaus),
- Problemanalysetechniken,
- Gruppendynamik,
- Projektmanagement (klassisch und agil),
- persönliche Kommunikation (Fragetechniken),
- Empathie und Selbstreflexion;
also ganz wesentlich das Set, dass Ihre Studierenden auch benötigen, um sinnvolle Ideen zu erarbeiten. Und, falls Sie das einschüchtern sollte: es ist eine große Erleichterung, Design Thinking im Team zu unterrichten und Rollen wie Tätigkeiten aufzuteilen. In der transdisziplinären Design Thinking Lehrveranstaltung „Creative Lab Ruhr“, die von UDE und RUB gemeinsam angeboten wird, übernehmen zwei Lehrende die Lehre und Betreuung der ca. 30 Studierenden über den gesamten Seminarzeitraum gemeinsam. Zwei weitere Kolleg*innen kommen für Spezialthemen, z.B. Pitching, und als „Critical Friends“ punktuell hinzu, um den Studierendengruppen während der Ausarbeitung der Ideen differenziert Feedback zu geben.
Wie kann ein Design Thinking-Kurs ablaufen?
Sinnvoll starten Sie mit einer gruppendynamischen und einführenden Formationsphase, bevor Sie in Design Thinking einsteigen und den Studierenden den Ansatz entlang der Phasen vermitteln (Wiesche et al. 2018). Bewährt haben sich warm-up Übungen aus Erlebnispädagogik (z.B. Gilsdorf/Kistner 1995), Seminar-Methodik (z.B. Rachow 2000), oder Impro-Theater (z.B. Improwiki.com/de/uebungen). Zentral ist neben dem allgemeinen Kennenlernen (Namen lernen), eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle (!) anspannungsfrei und auf Augenhöhe bewegen können. Dazu zählt auch die Grundhaltung, auf Seniorität und Hierarchien zu verzichten.
Gerade mit unerfahrenen Studierenden ist auch das einmalige Durchlaufen des gesamten Design Thinking-Prozesses zeitaufwändig. Nach Erfahrung des Autors sind 2SWS/3 ECTS bzw. eine Blockwoche mit fünf bis sechs Volltagen gut machbar, erfordern aber eine disziplinierte Zeitplanung, um nach einem einmaligen Durchlaufen aller Phasen überhaupt zu iterieren und sich so einem qualitativ akzeptablen Ergebnis anzunähern. Das CLR ist als fünftägiges Blockseminar wie folgt strukturiert:
Abb. 02: Ablaufplan Creative Lab Ruhr (Altenschmidt et al. 2019)
Alle angesprochenen Bestandteile finden sich in diesem Ablaufplan wieder. Dieser Ablauf zielt sehr stark auf ein gleichverteiltes Erproben aller Phasen des Design Thinking sowie auf die Entwicklung grundlegender Präsentationskompetenzen (Pitching). Bestandteil sind am zweiten Seminartag (Di) sowie ab dem dritten Tag (Mi) Recherche- und Testphasen, in denen die Studierenden selbstorganisiert auch außerhalb der Hochschule Kontakt zu Nutzer*innengruppen aufnehmen. Am letzten Tag (Fr) ist eine Reflexionsphase ergänzt, in der die Studierenden ihre Erfahrungen mit Design Thinking bewerten sollen.
Wenn Sie den Schwerpunkt mehr auf die unterschiedlichen Konkretisierungsschritte im Lösungsraum legen möchten, bietet es sich an, den Problemraum mehr zu verkürzen, die Arbeit im Lösungsraum differenzierter anzugehen (vgl. Wiesche et al. 2018) und die instruktiven Anteile zum Pitching auszulassen.
Welchen Raum und Ausstattung brauchen Sie?
Design Thinking stellt andere Anforderungen an Raum- und Materialnutzung, als sie die Hochschullehre standardisiert bereitstellt. Nutzen Sie nach Möglichkeit große Seminarräume mit beweglichem Mobiliar (für Gruppentische) und Flipcharts, Whiteboards oder beweglichen Arbeitswänden, die mit Moderationskarten, Post-It’s oder andersweitig flexibel genutzt werden können. Berücksichtigen Sie bei der Raumgestaltung den häufigen Wechsel zwischen instruktiven und Freiarbeitsphasen, d.h. schaffen Sie nach Möglichkeit Platz für einen Stuhlkreis mit freiem Blick zur Leinwand und Gruppentische. Halten Sie im Kopf, dass die Studierenden im Sinne von Recherchen und User-Testings Zeit und Möglichkeit (Verkehrsanbindung) für Vor-Ort-Aufenthalte brauchen. Es empfiehlt sich, diese ggfs. über eine Anmeldung von Exkursionen formal abzusichern. Schließlich: stellen Sie Material für das Prototyping zur Verfügung (s.u.). An der RUB bietet der Makerspace auf Mark 51°7 (O-Werk) für Hochschulangehörige und Unternehmen verschiedene Werkstätten sowie Coworking-Flächen und Seminarräume, um Design Thinking unmittelbar mit ihren Praxisprojekten zu verknüpfen. Dort finden Sie auch Möglichkeiten zum (anspruchsvollen) Prototyping. Und falls all das nicht geht: mit online-Meetings, Gruppenräumen/Breakout-Sessions, virtuellen Boards (Miro, Mural, Conceptboard) und Chatgruppen lässt sich Design Thinking virtuell organisieren.
Welche Rolle spielen multidisziplinäre Teams?
Wenn Sie Studierende aus mehreren Fächern und/oder eine sehr heterogene Studierendenschaft in ihren Kursen haben, ist das (nicht nur) für Design Thinking sehr wertvoll und ermöglicht den Studierenden Erfahrungen mit anderen Denkweisen, Perspektiven und Expertisen. Mischen Sie die Teams nach Studienphasen und Studiengängen. Bei Versuchen, darüber hinaus nach mehreren Diversitätsdimensionen, z.B. Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungserfahrungen, aufzuteilen, *müssen* Sie unbedingt darauf achten, dass solche Informationen persönlich und sensibel sind und freiwillig geteilt werden.
Wie halten Sie die Bedürfnisorientierung im Blick?
Vor allem, wenn Sie mit Challenge-Gebenden oder in komplexeren Stakeholder-settings arbeiten, lohnt es sich, die relevanten Nutzer*innen-Perspektiven zu klären, zu berücksichtigen und immer wieder zu hinterfragen. Das heißt praktisch vor allem: „Persona“ ist ein Hilfskonstrukt und kein Selbstzweck. Sie verliert ihren Wert, wenn entweder kluge Denkansätze verbogen werden, um kategorisch vermeintlich identifizierte Nutzer*innenbedürfnisse zu bedienen, oder Personae auf eine Lösungsidee hin konstruiert werden. Insgesamt sollten Sie darauf achten, mit dem Persona-Konzept sensibel umzugehen: es zielt darauf, sich Nutzende möglichst konkret und empathisch vorzustellen, führt in der Praxis jedoch häufig zu oberflächlichen, stereotypen bis klischeehaften Konstrukten. Gerade hier ist wiederholtes und kritisches Feedback durch Peers und Sie als Lehrende*n wesentlich.
Wie können Sie die Design Thinking Phasen vermitteln?
Die folgenden Zielformulierungen und Achtungspunkte helfen, die Studierenden verständig durch die Phasen zu führen und die entsprechende Zielstellung und Haltung zu verinnerlichen. Als Weg von der Challenge zum Produkt sind die zugehörigen gedanklichen Schritte zudem an einem Beispiel verdeutlicht, wie sie der Autor den Studierenden in seiner Lehrveranstaltung zeigt:
1. Verstehen
Ziel: Problemstellung ("Challenge") und Problemraum (Auftraggeber, Markt, Rahmenbedingungen, Einschränkungen…) verstehen.
Worauf Studierende in diesem Schritt achten sollten: genau zuhören, die Herausforderung verstehen wollen, Bewertungen zurückstellen, nicht vorschnell auf Lösungen festlegen.
Abbildung 03: Schritt 1. Quelle: Altenschmidt/UNIAKTIV
2. Beobachten
Ziel: Nutzer*innenperspektiven durchdringen, Empathie aufbauen, Bedürfnisse erkennen.
Worauf Sie in diesem Schritt achten sollten: empathisch und offen sein, eigene Perspektive zurückstellen/reflektieren, nicht vorschnell auf Lösungen festlegen. Beobachtungen dokumentieren.
Abbildung 04: Schritt 2. Quelle: Altenschmidt/UNIAKTIV
Anmerkung: in diesem Beispiel werden die wesentlichen Schritte des Empathieaufbaus radikal verkürzt. Auch zeigt sich hier, dass Nutzer*innen nicht notwendig Endnutzende sein müssen. Bei anders gelagerter Frage hätten hier auch im Mittelpunkt stehen können:
- Yvonne, die über die Nutzung von Foodsharing ökologisch nachhaltig leben möchte oder
- Yvonne, die Foodsharing nutzt, um Geld zu sparen oder
- Yvonne, die gerne backt und deshalb abgibt
Und natürlich hätte Yvonne in dieser Verkürzung ohne Konsequenzen Seyma, Jürgen, Hassan heißen können.
3. Standpunkt/Sichtweise definieren
Ziel: gemeinsam geteilte Perspektive auf die Aufgabe herstellen; Synthese der Analysen.
Worauf Studierende in diesem Schritt achten sollten: unterschiedliche Sichtweisen zulassen, aber transparent machen – gemeinsames Bild finden; Perspektive (Persona) nicht konstruieren, um die bereits bevorzugte Lösung zu legitimieren.
Abbildung 05: Schritt 3. Quelle: Altenschmidt/UNIAKTIV
4. Ideen finden
Ziel: ungewöhnliche Ideen finden.
Worauf Studierende in diesem Schritt achten sollten: im Lösungsraum bleiben, Kritik zurückstellen; Methoden nutzen; Punkt für nächsten Schritt abpassen („groan zone“ – nicht zu oberflächlich, nicht zu tief).
5. Prototypen entwickeln
Ziel: schnelle, auch vorläufige Verbildlichung der zentralen Eigenarten der Idee.
Worauf Studierende in diesem Schritt achten sollten: Kernpunkte der Idee treffen; als Mittel zum Zweck begreifen; offen für Varianten bleiben; umbauen; iterieren; nicht verlieben.
Abbildung 06: Schritte 4 und 5. Quelle: Altenschmidt/UNIAKTIV
6. Testen
Ziele: Prototypen verbessern; kritische Rückmeldungen zu Bedürfnisangemessenheit, Innovationsgrad, Umsetzbarkeit u.a. bekommen.
Worauf Studierende in diesem Schritt achten sollten: Nutzergruppen finden; Reflektieren, was getestet werden soll; Widersprüche aushalten; Ergebnisse dokumentieren.
7. Iterieren
Abbildung 07: Schritte 6 und 7. Quelle: Altenschmidt/UNIAKTIV
Wie können Sie das studentische Prototyping unterstützen?
Prototyping ist ein besonderer Schritt im Design Thinking, weil er die Konkretisierung der Innovation durch (haptisches) Gestalten fördern soll. Insbesondere bei technischen Lösungen können die Studierenden gut und bequem auf eine Vielzahl von virtuellen, teils branchenüblichen Prototyping-Lösungen zur Erstellung von Mock-Ups, Click-Dummies etc. zurückgreifen. Als niedrigschwellige Alternative können Sie hier Spielzeug (insbes. Lego, Playmais) oder Bastelmaterial (Kleber, Schere, buntes Papier, Knete, Pfeifenreiniger) anbieten. Im Unterschied zu häufig auf professionelle Anmutung ausgelegten Softwarelösungen fördern gebastelte Protoypen, sich auf die wesentlichen Eigenschaften zu konzentrieren. Und sie machen deutlich, dass Prototypen vorläufig und ein Zwischenschritt sind: Find ihn gut, bau ihn um, schmeiß ihn weg (in Anlehnung an Lewrick et al. 2018).
Wie können Sie Design Thinking prüfen?
Im Sinne eines Constructive Alignment können Sie Projektberichte oder Lernportfolios einsetzen, um die mit Wissensinhalten verknüpften Erfahrungen und handlungsbezogenen Learning Outcomes, wie sie bei der Anwendung von Design Thinking provoziert werden, zu prüfen. Nutzen Sie ergänzend eine abschließende Gruppen-Projektpräsentation, die sich als Ergebnisdarstellung z.B. gegenüber Auftraggeber*innen und Wertschätzung der studentischen Leistung ohnehin anbietet.
Wo wird Design Thinking an der UA Ruhr schon gemacht?
Design Thinking ist innerhalb der Universitätsallianz Ruhr (UAR), also an Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen und Technische Universität Dortmund, bereits vielerorts Bestandteil der Lehre innerhalb der Fächer, fachübergreifend und in der Hochschuldidaktik. Mehr als 20 Akteure aus Lehrstühlen und Instituten haben sich in der Ruhr School of Design Thinking zusammengeschlossen, um das Thema in Lehre, Forschung und Transfer an der UAR voranzubringen. Die entsprechenden Lehrveranstaltungen sind überwiegend in Entrepreneurial Education und Innovationsmanagement (unterschiedlicher Disziplinen) eingebunden. An der UDE wird Design Thinking auch transdisziplinär als Service Learning-Variante (Altenschmidt 2023) genutzt und in der Erwachsenenbildung beforscht. Gemeinsam mit den Transferinstituten (TUD CET, RUB Makerspace und ZESS, UDE Guide und Place Beyond Bytes) finden regelmäßig Pitch Days statt, auf denen Studierende ihre mit Design Thinking entwickelten Seminarergebnisse vorstellen und Feedback von Mentor*innen und Professor*innen erhalten. Die RUB bietet immer wieder hochschuldidaktische Weiterbildungen für Lehrende zu „Design Thinking in der Hochschullehre“ an.
Weshalb lohnt es sich, kritische Distanz zu Design Thinking aufzubauen und es dennoch zu lehren?
Design Thinking ist ein Produkt auf einem Markt. Als solches und als agile Arbeitsweise trifft es den Zeitgeist der Gegenwartsgesellschaft und läuft damit Gefahr, bei buzzwords und/oder blinder Anwendung der Techniken stehenzubleiben und sich als Selbstzweck, Trend oder Formalismus zu gefallen.
»Design Thinking packages a designer’s way of working for a non-designer audience by codifying their processes into a prescriptive, step-by-step approach to creative problem solving – claiming that it can be applied by anyone to any problem.« (N. Jen, 2017)
Nicht nur Designer*innen haben Kritik geäußert; als Normisierung bzw. Teil einer „Normalisierung der Kreativität“ (Krämer 2023) lässt sich Design Thinking jedenfalls beobachten und kritisch reflektieren.
Tim Seitz beeindruckende soziologische Studie „Design Thinking und der neue Geist des Kapitalismus“ sei empfohlen als Pflichtlektüre für Lehrende, die ihre ersten Lehrerfahrungen mit DT gemacht haben. Seitz interpretiert DT als zeitgemäße kapitalistische Praxis, die dem von Stoppuhr, Post-It und selbstkonstruierten Geschichten von Nutzer*innennähe aktivierten Individuum eine „Befreiung in (statt von, KA) der Arbeit“ (2017:122) in Aussicht stellt, ohne in sachlicher Hinsicht bessere Ergebnisse zu erzielen.
Allerdings betrachtet Seitz eine (eingeschränkte) DT-Praxis, die sich vermarkten muss und die sich (aus welchen Gründen auch immer) genug ist in der puren Anwendung ihrer Methoden, ohne sie durchgängig auf ein Ziel zu beziehen, zu hinterfragen, zu selektieren. Insofern lässt sich die Studie auch wie ein Leitfaden für don’ts im Design Thinking lesen: Methoden um der Methode Willen, zwanghaftes Festhalten an Post-it-Nutzung, ein im Prinzip begründetes Timeboxing, sich selbst und die eigene Lösung legitimierende Persona-Konstrukte, durchstrukturierte und auf diese Weise von Konflikten befreite Gruppenprozesse u.a.m. Die didaktisch reflektierte Design Thinking-Hochschullehre kann das anders handhaben.
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