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Diversitätssensible und inklusive Hochschullehre

19. November 2025
DOI: 10.60806/vy4m-rv34
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Grundlagen, Praxistipps und: Was kann KI beitragen?

 

Thesen

  • Inklusion bezieht sich auf die Berücksichtigung vielfältiger individueller Voraussetzungen und Lebensrealitäten und umfasst mehr als die Integration von Menschen mit Behinderungen. Diversitätssensible und inklusive Hochschullehre stehen daher nicht im Widerspruch zueinander.
  • Inklusion als pädagogischer Ansatz ist ein hilfreiches Mittel, um gute Lehre zu gestalten.
  • Diversitätssensible und inklusive Hochschulbildung fördert den Abbau struktureller Barrieren und Chancengerechtigkeit für alle Lernenden.
  • Diversitätssensible und inklusive Hochschullehre fördert Transparenz, verbessert die Kommunikation und optimiert die Betreuung von Studierenden.
  • Viele Lehrende setzen bereits unbewusst diversitätssensible und inklusive Maßnahmen um.
  • Eine bewusste Gestaltung von Sprache, Beteiligungsformaten, Gruppenarbeit, Barrierefreiheit und Lernmaterialien kann die Teilhabe aller Studierenden weiter verbessern.
  • Universal Design for Learning (UDL) ist ein hilfreicher Rahmen, um diversitätssensible und inklusive Lehre zu gestalten.
  • Lehrende können KI-Tools nutzen, zum Beispiel für die barrierefreie Gestaltung von Lehr- und Lernmaterialien.
  • Lehrende können einigen mit der Nutzung künstlicher Intelligenz verbundenen Risiken unter Berücksichtigung ethischer Überlegungen und der Einhaltung von Datenschutzrichtlinien begegnen.

Einleitung

Inklusion, Diversität, Heterogenität – im Diskurs um eine qualitativ hochwertiger (Hochschul-) Bildung sind verschiedene Begriffe in Verwendung, um einen Umgang mit Verschiedenheit in Bildungssettings zu beschreiben. Damit ist meist die Verschiedenheit der Lernenden gemeint, die sich auf unterschiedliche Voraussetzungen, Vorwissen, Fähigkeiten, Interessen, Lebensumstände, Herkünfte, Begabungen oder Alter bezieht. Die Begriffe werden unserem Eindruck nach teilweise synonym, unreflektiert oder wie eine Modeerscheinung verwendet.

Wir möchten für Lehr- und Lernsettings an Hochschulen einen Begriff starkmachen, der in der aktuellen Diskussion etwas in den Hintergrund gerückt ist: Inklusion.

Die Inklusionsstrategie der RUB (2023) zielt darauf ab, Inklusion und Barrierefreiheit in der Lehre zu fördern sowie Nachteilsausgleiche in Prüfungen umzusetzen, unterstützt durch Ansprechstellen und Sensibilisierungsangebote. Dazu gehören der Ausbau von Informationen und Empfehlungen zu inklusivem Handeln, sowie die Etablierung barrierefreier Hochschulkommunikation und Informationsverfügbarkeit. Im Einklang mit diesen Zielen und Maßnahmen verstehen wir diese Handreichung als Beitrag zu Empfehlungen zu inklusivem Handeln in der Lehre.