Design & Format

Didaktisches Design ist nach Ballstaedt (1997, S. 12) die „planmäßige und lernwirksame Entwicklung von Lernumgebungen (…) auf wissenschaftlicher Grundlage“.  Ein gutes didaktisches Design zeichnet sich neben den eingangs ausgeführten Merkmalen auch durch die Gestaltungsgesetze nach den Erkenntnissen der Gestaltpsychologie (vgl. Thesmann 2010, S. 185ff.) aus:

  • Gesetz der Ähnlichkeit
  • Gesetz der Nähe
  • Gesetz der Prägnanz
  • Gesetz der Symmetrie

Diese Grundsätze beruhen auf „Erklärungsmustern für die Wahrnehmung von Geometrien“ (HDA TU Darmstadt 2023).

 

Das Gesetz der Ähnlichkeit (oder Konsistenz) verweist auf die einheitliche und eindeutige Verwendung didaktischer Mittel. Bleiben Sie bei einem Sprachstil, vereinheitlichen Sie die Gestaltung von Texten und Bildern, verwenden Sie konsistent Farben und Symbole. Sie können z.B. Kernbotschaften oder prüfungsrelevante Inhalte immer auf dieselbe Art kennzeichnen. So entsteht ein roter Faden im Lehr- und Lernmaterial und die Lernenden behalten den Überblick.

 

Gemäß dem Gesetz der Nähe sollten Sie alle Elemente, die zusammenhängen, in räumlicher Nähe zueinander abbilden. Ein Beispiel: „Erstellen Sie ein Arbeitsblatt, das ein Schaubild zeigt und einen dazu erklärenden Text, sollten diese möglichst nahe beisammen platziert werden, damit Lernende die Zugehörigkeit sofort erfassen.“ (HDA TU Darmstadt 2023)

 

Das Gesetz der Prägnanz besagt, dass Sie (besonders) Wichtiges von (eher) Unwichtigem optisch herausstellen, damit diese Punkte besonders ins Auge fallen. Das können Definitionen, Formeln, Merksätze, etc. sein.

 

Der vierte Tipp bezüglich des Layouts beruht auf dem Gesetz der Symmetrie. Ordnen Sie alle Elemente möglichst symmetrisch an: „Gleichgroße Bilder, die Anordnung von Elementen auf Fluchtlinien oder die einheitliche Verwendung von Vorlagen (z. B. bei Folien, so dass Überschriften immer an gleicher Stelle platziert sind) schaffen Ordnung und Struktur.“ (HDA TU Darmstadt 2023) So können die Lernenden ihre kognitiven Ressourcen auf den Inhalt verwenden und müssen sich nicht zunächst den Sinn der Anordnung im Lernmaterial erschließen.