Praxisbeispiel zu KI in der Lehre
Einleitung
Auf Anwendungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren – insbesondere auf textgenerierenden Technologien wie großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs), die mithilfe statistischer Verfahren Sprache verarbeiten, modellieren und generieren –, stützen sich heute zahlreiche Entwicklungen im Maschinenbau, im technischen Vertrieb und im Produktmanagement. Von der automatisierten Kundenkommunikation über die Erstellung und Auswertung technischer Dokumentationen, die Unterstützung bei der Angebots- und Berichtserstellung bis hin zur Analyse großer textbasierter Informationsmengen für Entscheidungen im Vertrieb und Produktmanagement – KI wird in nahezu allen beruflichen Handlungsfeldern unserer Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Sales Engineering and Product Management (SEPM) eine entscheidende Rolle spielen.
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Da der Begriff KI oftmals als Sammelbegriff für unterschiedliche Technologien genutzt wird, verwenden wir den Begriff KI bzw. KI-Tool mit Lordick (2023) im Folgenden ausschließlich für textgenerierende Anwendungen. |
Trotz dieser Relevanz wird „das Thema KI“ in unseren Lehrangeboten – wenn überhaupt – nur punktuell adressiert, obwohl KI-Tools auch in Lehre und Studium unbestreitbare Potenziale bieten: Einerseits bieten sie die Chance, eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten und die Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Behinderung, zu fördern (vgl. Varsik und Vosberg 2024). Andererseits eröffnen sie unseren Studierenden nicht nur die Chance, ihre wissenschaftlichen Arbeiten effizienter zu gestalten und Lernpfade und -prozesse zu individualisieren, sondern auch, Kompetenzen zu erwerben, die in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt essenziell sind.
Vor diesem Hintergrund beschäftigten wir uns am Lehrstuhl für Industrial Sales and Service Engineering (ISSE) der Ruhr-Universität Bochum zu Beginn des Wintersemesters 2024/2025 intensiv(er) mit der Frage, wie wir unsere Studierenden zur souveränen und vor allem zur reflektierten Verwendung dieser Werkzeuge befähigen können.